
Fliegenfischen
Wie erklärt man jemanden, der noch nie geangelt hat, was daran so schön ist? Mit Worten ist das schwierig. Deshalb fotografiere ich das Angeln und vor allem Fliegenfischen so, wie ich es selbst erlebe. Ich versuche die magischen Momente einzufangen, die mich so begeistern. Bei denen ich im Flow bin oder einfach nur sprachlos.
Das Startbild ganz oben ist um Mitternacht in Norwegen entstanden. Für einen kurzen Augenblick zog eine Nebelschicht über den Fluss. Zwei, drei Minuten und es war schon wieder vorbei. Für solche Momente gehe ich angeln.

Keine Trophy-Shots. Keine Heldengeschichten. Keine typischen Angelmotive.
Das Bild oben habe ich in Slowenien fotografiert. Am Abend zuvor haben Olaf und ich uns lange über den Film Aus der Mitte entspringt ein Fluss unterhalten. Vor allem über die Ästhetik des Filmplakats. Ist der Wurf des Plakats realistisch? Was macht das Licht so besonders?
So ein Bild ist Teamarbeit und ich habe grosses Glück, dass mein Freund Olaf Lindner ein herausragender Fliegenfischer ist. Mit Leichtigkeit und absoluter Präzision kann er jeden Trickwurf auf Ansage präsentieren.
Das Bild ist keine Kopie des Plakats geworden. Die Atmosphäre und der Look sind dafür sehr ähnlich.

Oben: So sieht angeln in der Ostsee aus. Nicht immer, aber im Mai. Wenn der Raps blüht und die Hornhechter unter Land kommen.
Unten links: Marc André Laubscher ist auch ein Meister des Fliegenfischens. Das Bild habe ich von einer Brücke fotografiert und es ist eines meiner wenigen Bilder, das nie alt wird.
Unten rechts: Keine Helden sondern Freunde. Sebastian Lucklum und Fabian Frenzel sind Weltmeister im Brandungsangeln. Und gehen hier einfach in den Sonnenuntergang.

